Donnerstag, 14. Juli 2016

OFFENBARUNG

wiener zentralfriedhof, september 2014
copyright©karin luger




lernt der mensch die erste wichtige regel, dass alles, was ist, gut ist, weil es ist, so kehrt immer mehr ruhe und frieden in ihm ein. erst in dieser ruhe lernt er die dinge zu betrachten, und sie werden ihm ihren sinn offenbaren. man löst sich allmählich von der fixen idee, für oder gegen etwas kämpfen zu müssen, ohne dadurch untätig zu werden. der mensch nämlich, der glaubt, durch seine aktivität die welt verändern zu können, merkt meist nicht, dass er in wirklichkeit sklave der verhältnisse geworden ist, die ihn verändern.

thorwald dethlefsen



wie viel ruhe und frieden spürst du in dir?
schaffst du es, dich und alles um dich herum zu akzeptieren, so wie es ist?
wogegen kämpfst du an?
was stört dich?
das sind wichtige fragen, die es wert sind, ehrlich beantwortet zu werden…

wenn wir uns umsehen, bemerken wir, dass es turbulenzen gibt. 
stürme brausen über die länder, schwere regenfälle und gewitter vernichten lebensgrundlagen der menschen - die feuerwehren des landes sind im dauereinsatz (nebenbei erwähnt: viele menschen arbeiten ehrenamtlich bei der feuerwehr… DANKE!).

wenn wir uns umsehen, bemerken wir, dass es turbulenzen gibt. 
viele menschen leiden an schlaftstörungen, tinitus, depressionen, panik-attacken - die praxen der ärzt.innen, psychotherapeut.innen und ernergetiker.innen sind auf monate hin ausgebucht.

wenn wir uns umsehen, bemerken wir, dass es turbulenzen gibt.
wenige menschen haben es in ihrer nimmersatten habgier geschafft, in den club der reichen aufzusteigen. es sind wenige und ihr reichtum ist gigantisch. 
gemäß einer aktuellen studie von mckinsey sind in 25 wohlhabenden staaten von 2005 bis 2014 für ca. 540 millionen menschen die realeinkommen gleich geblieben oder gesunken. und die prognosen sind düster. 
der trend wird sich fortsetzen. 
selbst bei anziehender wirtschaftsleistung, wenn weiterhin die automatisierung der menschlichen arbeitskraft vorgezogen wird.

wenn wir uns umsehen, bemerken wir, dass es turbulenzen gibt.
der rassismus nimmt zu. die gewalt in worten und taten wird sicht- und hörbar.
ängste werden geschürt. vor kriminalität, vor dem islam, vor den terroristen… und diejenigen, die diese ängste schüren, schüren auch die gewaltbereitschaft.

all dies lehrt uns eines:
für einen frieden im außen benötigt es zuerst den frieden im inneren.
damit sich die äußerlichen turbulenzen beruhigen können, ist es wichtig, dass jeder einzelne mensch frieden mit sich selbst schließt.

beobachte dich. 
täglich. 
vor allem, wenn du ärgerlich wirst. 
höre dir zu. 
was denkst du über dich und andere? 
was und wie sprichst du?

mache jeden tag für 10 minuten eine atemübung: 
setze dich aufrecht hin oder lege dich auf den rücken.
atme durch die nase ein und zähle im geist 1,2,3,4
atme durch den mund aus und zähle im geist 1,2,3,4,5,6
nicht mehr, das ist alles.
wann immer du bemerkst, dass deine gedanken abschweifen, kehre zurück zum zählen.
mache diese übung in liebe und voller hingabe. nur für dich. 

dann wird dir die liebe und der frieden auch im außen offenbart.

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