Montag, 26. Oktober 2015

gedanken zum NATIONALFEIERTAG

am red bull ring, mai 2015
copyright©karin luger



a.e.i.o.u.
austria est imperare orbi universo.
alles erdreich ist österreich untertan.

kaiser friedrich III. (1415-1493)


zittere, du großes österreich - 
vor deinen kleinen beamten.

eduard von bauernfeld






alle jahre wieder feiern wir die souveränität des österreichischen staates, die am 15.5.1955 mit dem österreichischen staatsvertrag besiegelt wurde. danach bestand eine frist von 90 tagen für alle besatzungsmächte - am 25.10.1955 gaben die briten die letzte besetzte kaserne in klagenfurt an österreich zurück.

wie viele österreicher wissen, was am 26.10. gefeiert wird?
ich möchte so manche antwort gar nicht hören wollen…

es geht mir allerdings überhaupt nicht um das feiern vergangener ereignisse. 
auch nicht darum, ob ich jetzt genau weiß, wieso wann was gefeiert wird.

mir geht es vielmehr darum, dass wir aus unserer vergangenheit lernen. dass wir begangene fehler nicht wiederholen. und dazu ist es von erheblichem vorteil, über die "eigene" vergangenheit bescheid zu wissen.
und dann sollte man schleunigst diese vergangenheit loslassen.

denn wir leben heute.
das heute erfordert ein höheres bewusstsein als das gestern.
denn die menschheit hat sich weiter zu entwickeln - nicht materiell, sondern in ihrer beziehungsfähigkeit.

für diese entwicklung ist es absolut belanglos, in welchem staat ich lebe, welchen status ich erlangt habe, welche sprache ich spreche, welcher religion ich angehöre.

was wir daher feiern sollten:
dass wir ERDENBÜRGER sind…
dass wir hier auf diesem unsagbar schönen planeten LEBEN DÜRFEN…

und dafür haben wir verantwortung zu übernehmen - JETZT.
verantwortung für uns selbst.
jede und jeder nur für sich. 
nicht mehr und nicht weniger.



Mittwoch, 21. Oktober 2015

die GOLDENE MITTE...

london, märz 2015
copyright©karin luger





bring die eile zur ruhe und sei nicht träge, wenn sich dir bequemlichkeit anbietet. 
so wirst du schwere irrtümer vermeiden.

khalil gibran





wieso ist die mitte golden?

es scheint so, dass viele, viele menschen vor uns erkannt haben, dass der erfolg weder in der übertriebenheit noch in der untertriebenheit liegt. 
sondern genau dazwischen. 
das rechte maß sozusagen.
die goldene mitte.

was passiert, wenn ich in eile bin?
wieso bin ich überhaupt in eile?
weil ich befürchte, zu spät am ziel zu sein?
also werde ich versuchen, doch noch "in der rechten zeit" ans ziel zu gelangen…
ich bin mit meinen gedanken in der zukunft…
ich bin nicht im jetzt.
ich nehme nicht wahr, was jetzt rund um mich passiert…
ich bin unachtsam…

was passiert, wenn ich träge bin?
wieso bin ich überhaupt träge?
weil ich befürchte, dass ich scheitere?
also werde ich danach trachten, alles beim alten zu belassen…
ich bin mit meinen gedanken in der vergangenheit…
ich bin nicht im jetzt.
ich nehme nicht wahr, was jetzt rund um mich passiert…
ich bin unachtsam…

die goldene mitte ist das JETZT.
lebe in der gegenwart.
lebe im jetzt.
lass die eile - lass die zukunft.
lass die trägheit - lass die vergangenheit.
lebe im JETZT.
lebe die goldene mitte.





HOFFNUNG...

südtirol, oktober 2015
copyright©karin luger




gib die hoffnung nie auf und verharre nicht in verzweiflung über das, was vergangen ist. denn das unwiederbringliche zu beweinen ist die schlimmste der menschlichen schwächen.

khalil gibran





wie oft verharren wir in der vergangenheit oder kreieren abstruse konstrukte für unsere zukunft, drehen uns gedanklich um unsere sorgen und ängste - ohne eine lösung dafür finden zu können.

wenn ich einmal erfahren und erkannt habe, wie stark die hoffnung, wie stark ein gebet wirken kann, wie sich geschehnisse zum "guten" wenden können, werde ich mein leben anders leben. 
ich werde die vergangenheit mit den augen der akzeptanz und der empathie betrachten.
denn ich weiß, dass vergangenes unveränderbar ist. 
dass es sinnlos ist, mit vergangenem zu hadern. 
dass dies vergeudete energie ist.

zu hoffen bedeutet, dass ich mich löse von meinen denkmustern.
dass ich die lösung an eine höhere macht abgebe.
dass ich tief drinnen in mir weiß, dass das, was geschehen wird, genau richtig für mich ist.

öffnen wir uns dem vertrauen und der hoffnung!
und unser leben wird bereichert werden...

Dienstag, 22. September 2015

ANPASSUNG und FORTSCHRITT

griechenland, august 2013
copyright©karin luger



der vernünftige mensch passt sich seinem umfeld an. 
der unvernünftige mensch passt sein umfeld an sich an. 
jeglicher fortschritt entsteht durch die unvernünftigen menschen.

george bernard shaw





ich liebe dieses zitat! wie wahr, wie wahr! 
wo sind sie denn - die unvernünftigen menschen?

ah… sie gibt es! 
was? überall? 

aha… es mag sein, dass die unvernunft nicht gleich erkennbar ist. 
dass sie eingeschläfert wurde. 
dass sie ein schattendasein fristet. 
und nur darauf wartet, geweckt zu werden, um sogleich in aktion zu treten.
gleich in aktion treten?
uh… ob das gut ist?
vielleicht schicken wir die unvernunft doch lieber von der sommerpause gleich in den winterschlaf. wer weiß, was sie anrichten könnte…

was sind wir denn für ängstliche wesen geworden?

ist ja fast paradox… je sicherer unsere welt geworden ist (und damit meine ich unsere kleine österreichische welt!), je mehr wir alles versichert, abgesichert haben und mit prognosen auch die zukunft berechenbar gemacht haben, umso mehr fürchten wir uns. 

doch: angst und furcht sind definitiv fortschrittshemmer.
angst und furcht lieben den stillstand.
auch wenn er lähmend ist.

die vernunft will das, was sie kennt, bewahren.
die vernunft liebt den "mainstream" - was die masse macht, kann nicht falsch sein. das ist tausendfach erprobt. und das bringt (scheinbare) sicherheit.

und so werden wir zu vernünftigen menschen erzogen.
denn die eltern wünschen sich, dass wir sicher aufwachsen.
und in den schulen wird das sichere, erprobte gelehrt.

unvernünftige aktionen werden bestraft.
wer aus der masse herausragt, wird gestutzt.

doch irgendwann, vielleicht auch schon jetzt… richten wir uns auf, gehen erhobenen hauptes unseren weg, auch wenn er unvernünftig erscheinen mag. 
was die anderen sagen, ist uns egal.
wir hören auf unsere innere stimme.
und tun, was zu tun ist - wir schreiten fort...





Montag, 14. September 2015

unsere GRENZEN...

waldviertel, österreich, juli 2015
copyright©karin luger



der vogel besitze eine ehre, die der mensch nicht hat, denn dieser lebt in den fallen der gesetze und gebräuche, die er selbst ersonnen hat; 
doch die vögel leben nach dem gesetz gottes, der die erde um die sonne kreisen lässt.

khalil gibran




der vogel lebt gemäß seiner inneren führung.
er blickt nicht zurück und auch nicht nach vorne. 
er lebt seine ureigenen anlagen, fähigkeiten, talente.
er wird nie kritisiert, gedemütigt, bloß gestellt…

der mensch ist die krone der schöpfung.
nur… er weiß es, doch er glaubt es nicht.
er schenkt der außenwelt mehr aufmerksamkeit als seiner innenwelt.
er misstraut sich selbst und seinen mitmenschen.

er schafft mauern, zäune, grenzen… und glaubt, dies diene seiner sicherheit.
er schafft gesetze und verbote… und glaubt, auch dies diene seiner sicherheit.

der mensch ist die krone der schöpfung!

übernehmen wir verantwortung  - jeder mensch nur für sich.
lieben wir uns selbst. 
heilen wir in uns, was zu heilen ist.

denn dann brauchen wir weder gesetze noch grenzen noch üben wir an anderen menschen kritik...


Samstag, 12. September 2015

unsere WELT...

euböa, griechenland, august 2015
copyright©karin luger



was für eine welt könnten wir bauen, wenn wir die kräfte, die ein krieg entfesselt, für den aufbau einsetzten. ein zehntel der energien, ein bruchteil des geldes wäre hinreichend, um den menschen aller länder zu einem menschenwürdigen leben zu verhelfen.

albert einstein




niemand kommt zur welt als "schlechter" mensch. 
jeder mensch, der zur welt kommt, möchte in dieser welt leben.

wir alle wollen leben, überleben.
wir wollen lieben und geliebt werden.

und allzu oft wollen wir NUR das angenehme. das schmerzhafte verdrängen wir. 
weil das schmerzhafte angst macht. 
angst vor dem sterben. 
angst, dass diese existenz ausgelöscht wird.

wir tun alles, dass wir überleben. 
und wir beobachten, wie die menschen um uns es schaffen, zu überleben. 
wir beobachten, nehmen wahr… und interpretieren. 
und ahmen nach. einmal, zweimal, dreimal,…

welche verhaltensweisen auch immer wir in den ersten jahren unseres lebens erlernen - egal, ob sie konstruktiv oder destruktiv sind - solange sie uns das überleben sichern, werden wir sie verinnerlichen und beibehalten. 
wir werden sie solange beibehalten, bis wir eine andere strategie ausprobiert und als erfolgreicher befunden haben.
und hierin liegt das problem. wir menschen neigen mehrheitlich dazu, das einmal für gut befundene nicht mehr zu ändern. auch wenn es offensichtlich nicht mehr zu den eigenen lebensumständen passt, wenn es definitiv schadet.

wir haben angst vor neuem. es könnte ja noch schlechter kommen.
wir haben verlernt, neugierig und offen zu sein.
wir haben vergessen, dass wir lieben und geliebt werden möchten.

es geht nicht um richtig oder falsch.
es geht nicht um gläubig oder ungläubig.

es geht darum, dass wir eine verbindung zu unserem eigenen herzen und zu den herzen unserer mitmenschen aufbauen.
dass wir verantwortung übernehmen - zuallererst für uns SELBST.

…damit alle menschen menschwürdig leben können…
…in dieser wunderschönen welt



Sonntag, 2. August 2015

vom AUSSEN zum INNEN...

ibiza stadt, april 2015
copyright©karin luger




gott setzte in jede seele einen apostel, um uns auf den pfad der erleuchtung zu führen. dennoch suchen viele das leben außerhalb, ungeachtet der tatsache, dass es in ihnen liegt.

khalil gibran





ich habe einen kalender mit zitaten von khalil gibran. heute fand ich diese aussage vor.

tief drinnen in mir sagt mir eine stimme: ja, das wahre leben ist nur in mir selbst zu finden.

doch meine sinne wollen auch tätig sein: es gibt so viel zu sehen da draußen, es gibt so viel zu hören da draußen, es gibt so viel zu riechen und zu schmecken, es gibt so viel zu spüren und fühlen…

die außenwelt ist voller verlockender angebote, sodass es mich immer wieder nach außen zieht. wir leben in einer welt der sinneseindrücke, einer fülle von sinnlichen verführungen, denen wir erliegen.
was ist denn bitte daran falsch?
leben wir denn nicht auf der erde, auf diesem wunderbaren planeten, der uns mit sinnesgeschenken nur so überschüttet? und dann sollen wir nach innen schauen?

die frage stellt sich: womit nach innen "schauen" und wohin?
das sagt uns der liebe khalil gibran nämlich nicht. mein apostel hat sich ziemlich gut versteckt, denn sonst wär er mir doch sicher schon mal "über den weg gelaufen"!

ja, wahrscheinlich begegne ich ihm ständig, doch ich beachte ihn nicht. 
weil ich ja mit meinem denken unaufhörlich beschäftigt bin. 
selbst dann, wenn nichts zu tun ist.

wenn ich zurückschaue auf mein leben, dann weiß ich, dass mein apostel schon sehr oft tätig geworden ist.
dass er mir in schwierigen situationen in meinem leben beigestanden ist und mir wichtige impulse geschickt hat, damit ich wieder hoffnung schöpfte und mein leben in die hand nahm.

wenn ich eine atemübung mache oder qi gong übungen, dann bin ich ganz bei mir, meine aufmerksamkeit ist auf das aktuelle tun gerichtet und gaukelt nicht herum.
das sind die momente, in denen ich im einklang bin mit mir und in denen sich mein apostel gemütlich zurücklehnt…
in diesen momenten bin ich im innen und nichts in der welt könnte mich nach draußen locken…

ich möchte beide welten erleben - das bunte, spannende, unentdeckte außen - und das unergründliche, liebende, sanfte innen.

ich danke meinen helfenden händen im außen und ich danke meinem apostel im innen!

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