Sonntag, 27. März 2011

die zeit der TRAUER...

berlin, november 2009
copyright © karin luger
dass wir erschraken, da du starbst, nein,
dass dein starker tod uns dunkel unterbrach,
das bisdahin abreißend vom seither:
das geht uns an; das einzuordnen wird
die arbeit sein, die wir mit allem tun.


(rainer maria rilke)






ich kam mitte mai 2008 von meiner 9-monatigen weltreise zurück nach hause und fand meine schwester susanne in einem sehr betrüblichen körperlich wie seelischen zustand vor. 


die letzten beiden monate meiner reise (www.travelling-witch.blogspot.com) verbrachte ich in südindien. hier sollte meine innere reise stattfinden, was de facto auch geschah. 
es war die vorbereitung für die zeit bis heute. dies wußte ich damals noch nicht. 
oder vielleicht doch? ja, heute weiß ich - meine seele war sich der vor ihr liegenden aufgaben bewusst!
heute fallen mir unzählige situationen wie schuppen von den augen ... ja, susanne und ich wußten um ihr abschied nehmen. nun trat sie ihre große reise an. 
ich sitze hier ... allein, zurückgelassen, unendlich traurig. 


meine schwester, die ich aus tiefstem herzen liebe, mit der er ich in den letzten drei jahren alle höhen und tiefen durchlebte. 
meine schwester, mit der ich die vergangenheit aufgearbeitet habe, stück für stück, träne für träne. 
wir haben all unsere verstrickungen gelöst.


unsere liebe bleibt bestehen, ewig. 
meine seele jubiliert. 
und mein ich? 
ich empfinde diese bande der liebe, die alles überdauert, als tröstlich, es lindert meinen schmerz.


meine schwester hat ihre irdischen aufgaben mit bravour erfüllt.
mein erdenweg ist noch nicht zu ende gegangen. ich habe noch zu tun.
und ich werde geraume zeit benötigen, um mich neu zu orientieren. ohne meine brilliante schwester. sie fehlt mir, unendlich.



Freitag, 25. März 2011

KRAFTquellen und GRENZEN ...

berlin, november 2009
copyright © karin luger


"die kraftquelle der weißen strahlung erneuert, erweitert alte muster in die vollkommene form der schöpfung. es ist die kraft der wandlung zurück zur quelle, aus der alles kommt und zu der alles fließt. es ist das licht der globalen veränderung. es ist die kraft, die jede schwingung erhöht, die materie durchlichtet. sie ist das wunder des göttlichen glanzes."


(www.celinstraumseiten.de über die engel elohim, clair und astrea)


meine schwester susanne hat in der nacht zum 14.3. jene grenze überschritten, mit der wir alle eines tages konfrontiert werden. die allerletzte hürde, die ultimative schwelle des todes.


sie hat in ihrem buch „heute bin ich anders – meine mentale wende“ über ihr leben geschrie­ben. ein leben voller intensität, tiefen gefühlen, unsagbaren schmerzen, scheinbar unüber­wind­baren ängsten, ein leben voller hingabe, liebe und großen glücksmomenten.

mit 2 jahren an nierenkrebs erkrankt, 3 nierentransplantationen, ein tumor in der wirbel­säule, jahrelange dialyse und zuletzt eine schreckliche allergie auf ein kontrastmittel, die eine verhärtung von muskeln, sehnen und gelenken zur folge hatte. fürchterliche schmerzen tag und nacht, die auch mit morphium nicht unter kontrolle gebracht werden konnten.die finger waren in einem winkel von 45° gekrümmt und versteift, die knie zu einem stein mutiert, unmöglich, sie auch nur ein klein wenig abbiegen zu können.

kannst du dir das vorstellen, dass du dich mit durchgestreckten beinen an- und auskleidest, dich niedersetzt und aufstehst? probiere es einmal aus!
meine schwester hat sich dies sehr oft gewünscht. dass ihre freunde oder familienmitglieder nur ein einziges mal ausprobieren, was für susanne alltag war. damit man nur annähernd erfahren würde, wie beschwerlich ihr leben war.

susannes leben war gespickt von grenzerfahrungen, immer wieder stieß sie an ihre per­sön­lichen grenzen. unzählige nächte der tiefsten verzweiflung und hoffnungslosigkeit, des aufbäumens gegen das schicksal. unzählige schlaflose nächte, in denen sie sich wieder und wieder die frage „warum ich?“ gestellt hatte. in denen sie gott anflehte, doch erbarmen mit ihr zu haben.

in den 12 jahren ihrer beziehung war ihr freund der unerschütterliche fels in der brandung. er war der einzige, der sie zu trösten verstand, der ihre nöte wirklich erkannte, der ihr zuhörte und nichts von ihr verlangte. er war die quelle, an der sie sich erfrischte, wo sie kraft schöpfte, mut und zuversicht. seine liebe war für sie so etwas wie die ausgleichende gerechtigkeit – mit ihm an ihrer seite nahm sie die bürden der körperlichen beschwerden an.
mit dem ende dieser beziehung stürzte susannes zurechtgezimmertes system der gerechtig­keit und des ausgleichs in sich zusammen. und lange zeit blieb eine waagschale leer.

mit dem tod unserer geliebten mutter stürzte sie in ein tiefes loch der depression. sie war körperlich wie psychisch am ende und noch heute frage ich mich, woher meine schwester die kraft nahm, sich aus diesem abgrund empor zu rappeln. es war wohl ihr unbändiger wille zum leben, die zuversicht, dass auch für sie zeiten des glücks und der freude anbrechen würden. denn sie hat nicht nur einmal zu mir gesagt: „ich weiß, da kommt noch was ganz wichtiges in meinem leben. jetzt ist noch nicht zeit zu sterben.“

susanne hat lange zeit versucht, ihr schicksal im alleingang zu meistern. sie war eine außergewöhnlich starke persönlichkeit. 2005 wurde ihr bewusst, dass sie ohne fremde hilfe ihre schweren seelischen nöte weder verstehen noch bewältigen würde können. mit diesem schritt hat sie eine ihrer stärksten mauern, eine ihrer härtesten grenzen überwunden. sich einer fremden person anzuvertrauen, sein innerstes zu öffnen und die größten ängste preiszu­geben, dazu bedarf es an mut und vertrauen. mit diesem schritt begann ihr loslass-prozess.
die frage „warum ich?“ verblasste immer mehr. sich auf sich selbst einzulassen, auf das, was man in seiner gesamtheit darstellt, sich so zu akzeptieren und zu lieben, wie man ist, das lernte meine schwester. und alle rund um sie lernten mit ihr.
es öffnete sich für susanne die größte kraftquelle. sie begann, aus sich selbst zu schöpfen.

in den folgenden jahren bis zum jahresende 2008 nahmen ihre körperlichen be­schwer­den unermessliche aus­maße an. und dann zur jahreswende erfolgte die voll­kom­mene hingabe an ihr schicksal. unzählige male hatten wir davon gespro­chen, wie wichtig es sei, das schicksal anzunehmen, so wie es ist. doch kein mensch erklärt dir, wie dieses „annehmen“ funk­tio­niert.

susannes bitten an gott wurden erhört. sie richtete sich auf, stieg wie phönix aus der asche.

im august 2009 begann sie ihr 360 seiten starkes buch zu schreiben – mit steifen, gekrümmten und schmerzenden fingern. mitte november 2010, ein gutes jahr später, war dieses buch bereits im buchhandel erhältlich. susanne hat seit der veröffentlichung ihres werkes 12 lesungen gehalten, hat interviews für zeitungen und magazine gegeben. sie hat all dies und noch viel mehr völlig alleine organisiert und durchgeführt.

ich habe sie in den letzten 3 jahren begleitet, so gut ich konnte. ich bin dankbar für jede minute. es war auch mein persönlicher reifungsprozess.


Mittwoch, 9. März 2011

wie wär´s mal mit ENTSAGEN?

st. peter am wimberg, dezember 2010
copyright © karin luger
"in wahrheit gibt es nichts, dem du entsagen kannst - weil das, dem du dich widersetzt, bestehen bleibt. wahre entsagung entsagt nicht, sondern trifft einfach eine andere wahl. dies ist ein akt des sichzubewegens auf etwas, nicht des sich wegbewegens von etwas."
(neale donald walsch)





jetzt wollte ich ganz groß über entsagung schreiben ... und dann treffe ich auf dieses zitat!

aschermittwoch, der beginn der fastenzeit. 
ich werde 40 tage nichts süßes essen und keinen alkohol trinken - ohne ausnahme. ich habe mir vorgenommen, bewusst zu entsagen, zu verzichten. 

angesichts dieses zitates bemerke ich (wieder einmal), dass alles nur eine frage der perspektive ist - und des benennens dieser perspektive! 

du kannst sagen "das glas ist halbleer", du kannst auch sagen "das glas ist halbvoll" - einmal bewegst du dich weg und das andere mal bewegst du dich hin. 

dualismus kann man wohl unterschiedlich zum ausdruck bringen! 

und doch ... macht es einen gravierenden unterschied ... ob ich sage, ich entscheide mich für dies oder jenes ... oder ob ich zu- oder entsage.

ich bin auf jeden fall dankbar, dass mir dieses zitat zufiel. denn nun weiß ich, dass mir die nächsten 40 tage eine freude bereiten werden. ich habe mich entschieden, meinen körper zu reinigen, meinen geist zu reinigen ... das ist meine wahl!







Sonntag, 27. Februar 2011

was sagen denn da die ANDEREN ...

karin ... lost in paradise
copyright © karin luger
"was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie als für uns."
(marie von ebner-eschenbach)








wieviel hältst du auf das urteil der "anderen"? der meinung der nachbarn, der freunde, der leute auf der straße?


als ich im teenager-alter war, gab ich darauf gar nichts. 
denn es war meine mutter, die mich immer wieder daran erinnerte, dass die anderen womöglich schlecht über uns reden würden. damals lag ich mit meiner mutter oftmals im clinch und in meinem jugendlichen selbstfindungsdrang schoss ich so manches mal übers ziel, um ja nicht als "angepasst" zu erscheinen.
dann begann ich meine bankkarriere, absolvierte mein studium, lebte in einer festen beziehung und für lange zeit gefiel ich (wahrscheinlich!) den anderen
liebe durch leistung - das wurde auch mein (über)lebensmotto für viele folgende jahre. und für viele jahre schien dies auch ein äußerst vielversprechendes motto zu sein. ein bisschen mehr geld, einen bisschen höheren status ... und die karotte wurde auch immer ein bisschen höher gehängt ... denn ohne fleiß kein preis!
und die anderen? na, ja, da kam schon hin und wieder so etwas wie bewunderung zum vorschein. und ein wenig neid. und dieser neid war es dann auch, der mich bestätigte in meinem tun.


aber irgendwo ganz tief in meinem inneren, da regte sich eine stimme. eine mahnende stimme, die mich daran erinnerte, dass es auch etwas anderes als berufliche karriere gab im leben.
wie das so oft ist mit den inneren stimmen ... die werden zunächst einmal ignoriert, als unsicherheit abgetan (unsicherheit kann man sich in unserer gesellschaft denn wirklich nicht leisten!).
aber meine innere stimme ließ sich nicht so einfach wegwischen. die war alles andere als unsicher!
ich lernte chi gong, beschäftigte mich mit zen-meditation ... und öffnete mir die pforte zu meinem inneren. ich überwand meinen stolz und besuchte gesprächstherapeuten. 
zunächst sprach ich mit niemandem darüber. noch war es mir peinlich ... was würden denn die anderen womöglich über mich denken ...
irgendwann einmal, ich weiß es nicht mehr, wann es geschah ... war es mir total egal, ob oder was die anderen über mich sagten, dachten.
irgendwann einmal begann ich zu erforschen, was meine lebensaufgabe denn sei. wozu war ich hier? doch sicher nicht, um es den anderen recht zu machen!


heute weiß ich, dass ich mich auf dem absolut richtigen weg befinde. es ist der weg meines herzens.
was andere menschen dazu sagen, das interessiert mich. 
aber es beeinflusst meine entscheidung nicht. 
denn diese entscheidung treffe ich in meinem inneren.



Montag, 21. Februar 2011

die lehre der LEERE...

nevada, usa - september 2007
copyright © karin luger
"das ewige regt sich fort in allen,
denn alles muss in nichts zerfallen, 
wenn es im sein beharren will."
(johann wolfgang von goethe)






ich sitze im leeren wohnzimmer, ein paar schachteln - gefüllt mit nicht mehr benötigten dingen des alltags - warten auf den transport ins kumplgut. 
dort wird im mai ein flohmarkt stattfinden, der erlös kommt krebskranken kindern zugute, die auf eben diesem kumplgut 14 tage gratis urlaub machen können... hoffentlich sehr bald! wer auch immer von euch meinen blog liest und 10 euro im monat für eine gute sache übrig hat, ich würde mich freuen, wenn ihr eine patenschaft übernehmt (mehr darüber auf www.kumplgut.at) 


genau 14 jahre habe ich in dieser wohnung gelebt, vom 1.3.1997 bis zum 28.2.2011!
jetzt sitze ich hier und nehme abschied. lasse die erinnerungen kommen und gehen.


ja, hier in puchenau habe ich einige meilensteine gesetzt. 
meine diplomarbeit geschrieben und für die letzte große diplomprüfung gebüffelt. 
zwei bankenjobs gekündigt. 
meine weltreise vorbereitet... 
und nach dieser reise ein neues leben in angriff genommen. 
in meiner wohnung habe ich viel gelacht und viel geweint, genoss stunden der zweisamkeit und liebte die einsamkeit. 
habe aufgehört zu rauchen. und habe dem tetris-spiel abgeschworen. was quasi einer beendigung eines täglichen rituals gleichkam.
habe einen guten geist hereingetragen und lasse ihn nochmals ganz bewusst durch jeden raum ziehen...


ich nehme abschied von meiner vergangenheit. räume auf. innerlich wie äußerlich.
mache platz, damit die leere sich ausbreiten kann. innerlich wie äußerlich.
es ist ein auf und ab. manches erlebnis peitscht mich beinahe senkrecht nach oben, andere erlebnisse geben mir den geschmack von freiem fall.


ich erinnere mich der worte des thailändischen mönches phra saneh: don´t get attached!
ich mache einen schritt zurück und betrachte meine vergangenheit, die begleitenden gefühle und gedanken. es ist vorbeivor dem jetzt und doch bei mir ... all das macht mich aus. 


ich gehe durch die leeren räume, höre "solidao" von tom ze und spüre, wie der frieden der leere von mir besitz ergreift ... traurigkeit, bedauern, melancholie, zweifel, euphorie, schadenfreude, ausgelassenheit, spass und noch so viele befindlichkeiten mehr sind existent, doch sie haben sich von mir getrennt. 
ich bin ich. bin weder gefühl noch gedanke.


ich bin das gefäß, das ich soeben leere. werde leer und bin doch ein voll(ständig)es gefäß.







Sonntag, 20. Februar 2011

die instrumentalisierung von GOTT...

st. peter am wimberg, dezember 2009
copyright © karin luger
"falls GOTT die welt erschaffen hat, war seine hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen können."
(albert einstein)








am freitag habe ich an einer veranstaltung teilgenommen, an der die islamwissenschaftlerin amira hafner al-jabaji einen vortrag gehalten hat -- "islamischer feminismus - ein unding?"


die sympathische uni-professorin aus bern (tochter einer schweizerin und eines irakers, in der schweiz geboren) referierte u.a. über die unterschiedlichen zugänge und auffassungen von feminismus als muslimin oder als "westliche" frau.
ohne hier auf die details eingehen zu wollen, möchte ich versuchen, meine conclusio zum vortrag und den nachfolgenden diskussionen niederzuschreiben.


dass die meisten gesellschaften auf unserer erde männlich dominiert sind, ist allseits bekannt. (wir) frauen kämpfen um gleichberechtigung - ob mit oder ohne religiöser motivation. in kulturen, deren religiöse basis der koran ist, bewegen sich die frauen (meines erachtens) noch auf einem mehr als steinigen weg. denn wenn man (frau) darum kämpfen muss, dass man (frau) zum festtagsgebet in der moschee beten darf, dann erübrigt sich alles weitere. doch auch dies ist nur (m)eine bewertung.


was auch immer wir menschen gestalten auf dieser erde, wie auch immer wir es gestalten und mit wem auch immer wir es gestalten wollen...die frage stellt sich: was treibt uns an?


wenn es wirklich nur einen GOTT gibt, der ständig in uns und um uns existiert, der alle geschöpfe dieser erde gleichermaßen liebt, wieso braucht es dann so viele unterschiedliche religionen? wieso ist es überhaupt notwendig, sich von anderen abzugrenzen, sich selbst als auserwählt zu bezeichnen, andere wegen ihrer "andersartigkeit" zu bekämpfen, zu unterdrücken, zu ermorden? im namen GOTTes? 
wie viele propheten, gottgesandten, erleuchteten mahnten die menschen zur nächstenliebe wie zur selbstliebe...


wenn wir es wirklich schaffen, uns selbst so zu lieben wie wir sind, dann ist die nächstenliebe der nächstlogische schritt! dann brauchen wir keine gesetze, keine richter!
dann brauchen wir nicht darüber diskutieren, welche rechte frauen haben dürfen, dann werden auch kinder wie gleichwertige, liebenswerte wesen behandelt.


es tut mir im herzen weh, wenn ich sehe, wie weit wir menschen noch immer von dem entfernt sind, was wir uns doch so sehnlich wünschen.


so denn, im namen GOTTes, lernen wir uns selbst zu lieben!





Sonntag, 6. Februar 2011

das gesetz der RESONANZ ...

mariazell, mai 2010
copyright © karin luger
"diese aktivität der gegenseitigen resonanz - die zwei ICHs, von denen jedes für das andere ein DU ist, in ein WIR umwandelt - ist hermeneutik."
(ken wilber, integrale spiritualität)










ich hatte eine begegnung, wie soll ich sagen ... der anderen art?
manchmal oder eher selten triffst du eine dir fremde person und deine innere stimme sagt dir, dass du diese person schon lange, sehr lange kennst. auch wenn du rein optisch diesen menschen noch nie wahrgenommen hast.


genau dies passierte mir am donnerstag. ein beruflicher termin wie viele andere zuvor. und doch einer wie keiner zuvor. ich weiß noch nicht, was in diesen zweieinhalb stunden passierte. ich weiß nur, dass etwas passierte. mit mir. dass ich in resonanz mit einer mir vertrauten qualität ging, mit einer mir vertrauten spirituellen essenz. ich bin noch nicht fähig, dieses erlebnis in genaue wort zu kleiden. ich möchte es auch noch gar nicht. denn ich genieße die schwingungen in mir und dabei möchte ich es auch einstweilen belassen.


RESONARE heißt widerhallen. ja, noch immer hallt es in mir wider. der widerhall ist dennoch mehr als ein zurückwerfen des bekannten. neues potenzial erwacht mit einem unendlich sanften vibrieren, durchdringt mein schwingendes sein. und aus einer tiefen tiefe weht eine freude empor. wie eine sommerliche brise, die ganz sanft die wellen des meeres dem feinen sandigen ufer zum freunde macht.


es ist etwas neues entstanden, auferstanden ... an diesem donnerstag nachmittag. ich lasse es nun wachsen und beobachte es mit großer vorfreude. und mit tiefster dankbarkeit.

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