Mittwoch, 28. September 2011

gesellschaft und ALTER(nde menschen)

mitglied des naxi-orchesters, lijiang, china
copyright © karin luger, dezember 2007




alternde menschen sind wie museen: nicht auf die fassade kommt es an, sondern auf die schätze im innern.

jeanne moreau






machst du dir auch manchmal gedanken, wie du deinen lebensabend verbringen möchtest? hast du schon pläne geschmiedet, um all das zu erleben, wofür du jetzt keine zeit hast? weil dann, im wohlverdienten ruhestand, kannst du endlich das leben genießen. und weil ja die lebenserwartung ständig steigt, steht einem die momentan fehlende zeit dann in hülle und fülle zur verfügung.

ich wünsche dir von ganzem herzen, dass du einen erfüllten lebensabend verbringen kannst. 
dass du gesund bleibst, geistig wie körperlich. 
dass du unabhängig bleiben kannst. 
dass du dann menschen um dich hast, die dich schätzen und lieben. 
dies wünsche ich dir wie mir!

ich besuche von zeit zu zeit alte menschen in einem pflegeheim der stadt linz. dort wohnen diejenigen, die das leben nicht mehr genießen. für viele ein ort, an dem sie nie sein wollten und an dem sie sich nicht wohl fühlen. 
wo sie dennoch gut aufgehoben sind. 
ich habe in meiner abstellkammer auch ein paar alte sachen aufgehoben.
immerhin: aufgehoben ist besser als weggeworfen.

das bewusstsein einer gesellschaft ist für mich daran erkennbar, wie deren mitglieder ihre alten menschen, ihre kinder, ihre beeinträchtigten menschen und ihre minderheiten behandeln.
viele dieser genannten haben sehr oft eine wenig attraktive fassade vorzuweisen - mindestens genauso oft finden wir wertvolle schätze in ihrem innern.
aber wen kümmern schon schätze, die man nicht gleich sehen kann?
in unserer gesellschaft sind die menschen unaufhörlich damit beschäftigt, ihre fassaden auf hochglanz zu polieren. 
mit botox, selbstbräunungscremen und kosmetiksalons. 
mit designerkleidung, schmuck und schicken autos. 
mit rhetorikkursen, fitness-studios und master-studiengängen.

welchen beitrag, bitte, können da unsere alten menschen leisten?
was, bitte, zählt denn deren "erfahrung"? 
die zeiten haben sich geändert - gewaltig. 

ich kann jedem empfehlen, sich die zeit zu nehmen, um alten menschen gesellschaft zu leisten, ihnen zuzuhören und sie dabei zu betrachten. es ist bereichernd, belebend und berührend. 
und wenn es dann noch dazu deine eigenen eltern sind, ist es gleichzeitig befreiend... wenn du es zulassen kannst...


Donnerstag, 22. September 2011

whores´glory - ein hurenfilm





essen und beischlaf sind die beiden großen begierden des mannes.

konfuzius




ich spüre noch immer eine beklemmung und traurigkeit. und eine wut. whores´glory - dieser film lässt dich in die tiefe des menschlichen daseins blicken. in ein paar facetten dieses daseins. in die welt der prostitution, die weder die seelen der männer und schon gar nicht die seelen der frauen zu nähren vermag.  
an drei schauplätzen in thailand, bangladesh und mexiko war ich zaungast bei prostituierten. 


was unterscheidet den menschen vom tier?
wir menschen haben das geschenk des bewusstseins erhalten. sich seiner selbst und seiner umwelt bewusst zu sein. mithilfe unseres intellekts sind wir in der lage, erkenntnisse zu gewinnen, zu reflektieren und somit aktiv das eigene leben gestalten zu können. nicht, so wie die tiere, dem instinkt folgend zu handeln.


wie sehr wünsche ich mir eine sexuelle befreiung. 
sie soll ja schon stattgefunden haben. man spricht über sm-studios, geht in swinger-clubs, lässt sich die klitoris piercen und kann über eine beträchtliche anzahl von "one-night-stands" berichten. 
all dies und noch viel mehr hat nicht im geringsten mit der befreiung zu tun, die ich meine.
ich spreche von der liebe zur eigenen sexualität, von der liebe zum eigenen körper. denn sexualität ist untrennbar mit unserem körper verbunden. wenn ich meinen körper, in dem ich wohne, liebe, berühre, erforsche...wenn ich spüre, wo meine lust wohnt und mit ihr spiele, lerne ich mich selbst in einer ungeahnt tiefen und mächtigen dimension kennen.


auch dafür haben wir unseren intellekt erhalten. dass wir uns selbst in unserer körperlichkeit (er)kennen lernen. dass wir steuern können, wie wir dieses kennen lernen praktizieren wollen. dass wir lernen, dass unsere sexualenergie zu unserem lebenselixier werden kann.


bis dahin ist noch ein weiter weg. ein bewusttwerdungsweg. für männer wie für frauen. 


ich wünsche mir dies vor allem für all die vielen frauen, deren herz, deren wille gebrochen ist, deren lebenskraft bereits in jüngsten jahren verblichen ist.


damit sprüche wie "nach dem essen sollst du rauchen oder eine frau gebrauchen" der vergangenheit angehören.



Donnerstag, 8. September 2011

我爱你

jadedrachenschneeberg, lijiang, china,  dezember 2007
copyright © karin luger


我爱你
wo ai ni
ich liebe dich



geliebt zu werden macht stark.
selbst zu lieben macht mutig.

chinesische weisheit






monatelang habe ich nicht einen blick in meine chinesisch-bücher geworfen. seit dem tod meiner schwester susanne war mir dies (aus welchen gründen auch immer) nicht möglich - ich hatte eine innere sperre. zwei jahre lang hatte ich mich zuvor abgemüht, diese schier unmöglich zu erlernende sprache zu verinnerlichen. habe schriftzeichen um schriftzeichen wieder und wieder zu papier gebracht, habe mich in die welt der 1., 2., 3. und 4. töne eingelebt - mit mehr und weniger erfolg. 
und dann fiel der vorhang. vorstellung beendet.

so dachte ich und habe es akzeptiert. so, wie es eben war. kein gedanke darüber, dass ich unnötig geld investiert hatte, dass ich mich für nichts und wieder nichts geplagt hatte, dass ich stunden über stunden verschwendet hatte. 
allein dies zeigt mir, dass ich gelernt habe - fürs leben gelernt habe.

heute ist etwas passiert. 
mein hirn kann es noch nicht wirklich einordnen. 
mein herz hingegen freut sich. ja, es jubiliert.
und das, obwohl die tränen der trauer meinen blick verschleiern. 

ich spüre, heute ist ein besonderer tag.
mir wird bewusst, dass ich mich in einem großen puzzlebild befinde, das sich stück für stück vervollkommnet. und ich bin ein teil dieses bildes. ein teil von vielen tausenden und abertausenden. scheinbar unerheblich, unwichtig. 
doch jetzt wird mir klar, dass jedes einzelne, auch noch so kleine teilchen von unermesslich großer bedeutung ist. denn erst alle teilchen zusammen bilden ein vollständiges bild, das einen eindruck des vollkommenen beim betrachter hinterlässt.
fehlt ein teilchen, lenkt es den blick des betrachters auf eben diese mahnende stelle - den ort des unvollkommenen.

stell dir vor, du hast ein puzzle mit 7 milliarden teilchen und dir fehlt ein teil.
7 milliarden ... aber bitte - da fällt einem doch niemals auf, dass ein mini-mini-teilchen fehlt. 
ja, wenn diese teilchen ungeordnet umherliegen. 
doch wenn jedes teilchen an seinem bestimmten platz liegt, dann sticht eine auch noch so winzige lücke ins auge des betrachters.

ich höre eine chinesische dvd, sehe die schriftzeichen eingeblendet. 
ich freue mich darüber, dass ich einige wieder erkenne.

wo ai ni - ich liebe dich ...
danke - xie xie ...

Dienstag, 23. August 2011

eine laue sommernacht ...


st. peter, august 2011
copyright © karin luger
sommerabend

die große sonne ist versprüht,
der sommerabend liegt im fieber, 
und seine heiße wange glüht.
jach seufzt er auf: "ich möchte lieber ..."
und wieder dann: "ich bin so müd ..."

die büsche beten litanein,
glühwürmchen hangt, das regungslose,
dort wie ein ewiges licht hinein;
und eine kleine weiße rose
trägt einen roten heiligenschein.

(rainer maria rilke)



die sonne ist untergegangen, ein paar rosa wölkchen haben sich im abendhimmel aufgelöst und aus dem kleinen wäldchen nebenan weht eine erfrischende, zarte brise. es war ein wirklich heißer tag, einer der ganz wenigen in diesem jahr. wie gut, dass ich rund um mich wald und wiesen habe - gut für meine lungen, meine augen, meine seele! 

ich sitze da und lausche hinaus in die werdende sommernacht, die grillen zirpen um die wette. es ist so angenehm warm, die laue nacht hüllt mich ein in ihren schwarzen samt. ja, das ist sommer! auch, wenn ich allerhand zu tun hätte, ich lasse es heute abend sein. setze mich hinaus und blicke hinauf zu den sternen, lass mich vom konzert der grillen in eine andere welt tragen. 

in eine welt ohne sorgen, ohne denken. in eine welt, die erfüllt ist von süßen klängen und gerüchen. wo es keine ständigen nachrichten gibt, die all die greueltaten der jüngsten vergangenheit schildern, denn in dieser welt existieren weder vergangenheit noch zukunft.
alles passiert genau jetzt in diesem moment und es ist müßig nachzudenken, wie lange die grillen noch zirpen werden oder wie lange sie schon gezirpt haben. denn, wenn ich zu denken beginne, bin ich nicht mehr teilnehmende am jetzigen geschehen. 
doch genau das möchte ich:

hier sitzen und nirgendwo anders,
dem lauschen, was gerade um mich herum zu hören ist und nichts anderes!

meine seele atmet auf und meine schwester susi winkt mir zu.




Freitag, 29. Juli 2011

wer ist verantwortl-ICH für meine GEFÜHLE?

rose im dezember - li jiang, china 2007
copyright © karin luger
"das ICH existiert einzig auf der ebene des denkens. von seinen wirklichen GEFÜHLEn ist der mensch total getrennt. was sie heute für GEFÜHLE halten, sind gedanken über GEFÜHLE, es sind nicht die GEFÜHLE selbst."


theo fischer, wu wei








hast du dieses zitat gelesen? 
was heißt das: was wir als ein gefühl erkennen, ist nicht das gefühl selbst, sondern unsere gedanken darüber.


ich habe schon einige male über dieses thema geschrieben. und ich kann mich gar nicht oft genug wiederholen. weil es mir sooo wichtig ist. weil ich mir wünsche, dass du das, was du hier liest, verinnerlichst. weil dann so manches wunder passieren kann.


gefühle sind REaktionen auf unsere gedanken. 
denken wir: so ein toller sonnenuntergang - spüren wir ein angenehmes gefühl... so etwas wie freude, dankbarkeit, euphorie, zufriedenheit oder leichtigkeit.
denselben sonnenuntergang könnten wir aber auch mit einem traurigen erlebnis verbinden, wir könnten z.b. denken: das war der letzte urlaub mit meiner partnerin/ meinem partner, danach hat er/ sie mich verlassen - das darauf folgende gefühl würdest du dann eher als traurig, wütend, frustriert, leer, enttäuscht oder desillusioniert bezeichnen.


wie auch immer ich eine wahrnehmung (z.b. die sonne geht unter) interpretiere, dementsprechend stellt sich meine gefühlswelt ein.
so geht es mir auch, wenn eine andere person etwas sagt, etwas tut. ich ordne es in mein bewertungsschema ein. gut, schlecht, freundlich, unfreundlich, usw.
üblicherweise bereitet mir meine gefühlsregung als folge auf eine positive bewertung keinerlei probleme. 
doch wie sieht es aus, wenn mein gegenüber mich beleidigt? womöglich noch absichtlich?
da kann meine gefühlswelt doch schon ganz ordentlich in bewegung geraten...
da wogen meine gefühlswellen und in den schaumkronen sitzt mein ärger über diesen menschen.


ich glaube, wir alle kennen solche situationen.
wenn uns nun ein mensch beleidigt, was ist unsere reaktion?
nun, entweder das imperium schlägt zurück oder die schnecke zieht sich in ihr schneckenhaus zurück oder wir tun so, als ob wir nichts gehört haben, aber innerlich lodert das feuer.
wie auch immer wir reagieren, wir zweifeln nicht daran, dass der andere schuld an unserem gemütszustand ist. 


kannst du dich erinnern, dass du selbst einmal zu jemandem etwas gesagt hast - in der entferntesten absicht, diesen menschen zu kränken - und dieser mensch ist beinahe explodiert? und du warst total verwundert über diesen heftigen gefühlsausbruch?


bitte bedenke immer - unsere gefühle sind reaktionen auf unser denken. daher ist niemand schuld. und wir müssen uns auch nicht rächen.
wir können in unserem inneren nachsehen, was genau unser gefühl ausgelöst hat. 
dann passiert nämlich etwas ganz wichtiges: ich lenke so meine aufmerksamkeit auf mich und kann so erforschen, was jetzt für mich wichtig ist, was ich jetzt brauche.
meine aufwallenden gefühle können sich beruhigen und ich kann danach eine klare aussage treffen.


ich übernehme verantwortung für meine gefühle.
niemand ist schuld für meine gefühle.
meine gefühle bitten mich, bei mir selbst nachzusehen, was ich brauche.
und nicht, dass ich den anderen verantwortlich machen soll!

Sonntag, 24. Juli 2011

WASSER, unser lebenselixier

maui, usa - oktober 2007
copyright © karin luger
"wir horchen staunend auf, wenn eine nasa-sonde wasser auf dem mars entdeckt haben soll - aber wir haben verlernt zu staunen über das wasser, das bei uns so selbstverständlich aus dem hahn fließt."


(horst köhler)








bis vor wenigen tagen zählte ich mich zu jenen, die wasser als selbstverständliche, im übermaß vorhandene ressource betrachten. im eigenen haushalt. hier in österreich, an einem regennassen tag im juli, denke ich normalerweise nicht daran, dass wasser für viele menschen das kostbarste gut ist. ich drehe den wasserhahn auf, wasche das geschirr, dusche, spüle die toilette, gieße die blumen... all diese aktivitäten erfolgen üblicherweise ohne nachdenken, überlegen...


ja, bis vor wenigen tagen eines nachmittags das unglaubliche passierte. ich drehte den wasserhahn auf ... und es kam nichts. kein einziger wassertropfen war dem hahn zu entlocken. 


auf einmal waren all meine vergangenen erlebnisse wieder präsent. 


als ich in einem hotel inmitten der wüste marokkos im badezimmer stand und es nicht fassen konnte, dass hier wasser aus dem hahn floss. und ich mich nicht duschen konnte. rundherum war wüste, nichts als dünen, sand und staub. die menschen hier gingen weit, um zu wasser zu gelangen. die frauen trugen es in krügen nach hause. und ich sollte den wasserhahn aufdrehen und mich duschen. ich empfand es als frevel. ich hätte mich wohl nach dem duschen schmutziger gefühlt als vorher.


ich erinnerte mich an meine tage im anza borrego nationalpark im süden kaliforniens. wie ich die tiere bewunderte, die trotz dieses kargen umfeldes ein auskommen fanden. wie seltsam berührt ich vom sonnenuntergang war. und wie ich fasziniert war von den bildern, die den so kurzen, dafür umso intensiveren frühling zeigten, wo die blumen um die wette blühten.


und es zogen vor mein geistiges auge die erlebnisse aus dem dschungel thailands. die dörfer tief im urwald, verborgen und geschützt. dort, wo für mich das waschen ein zeremoniell war. wo ich zutiefst ergriffen war vom leben dieser menschen, von den menschen selbst.
und auch die erinnerung an meine darminfektion kehrte zurück - ich trank deren wasser. mein körper duldete wohl nur chemisch gereinigtes wasser


all diese erinnerungen und noch einige mehr zeigten mir auf, das ich bereits wieder im bequemen alltag fuß gefasst hatte. dass ich so vieles - nicht nur den gebrauch des wassers - wieder als selbstverständlich ansah. dass ich bereits wieder vergessen hatte, mich zu bedanken für all die fülle, die mich umgibt.


so bin ich dankbar dafür, dass ich wieder daran erinnert wurde, wie kostbar wasser ist.


dankbar dafür, dass ich bemerkt habe, wie schnell ich ins unbewusste abgeglitten bin.
und ich danke dafür, dass ich zu jedem augenblick mein leben bewusst(er) leben kann.

Sonntag, 10. Juli 2011

wie im HIMMEL...

california, nappa valley september 2007
copyright © karin luger







"ich bin mein himmel und meine hölle."
(friedrich schiller, die räuber)









www.youtube.com/watch? v=Uf6HC9xN7Wo&feature=related

hast du den film "wie im himmel" gesehen? 
für mich war und ist es einer der berührendsten filme. 
und dieses lied, das du im oben angeführten link hören (und sehen) kannst, ist in jeder hinsicht der höhepunkt.


wann spüren wir, dass wir leben? und wie leben wir unser leben? 
wie oft kannst du am abend sagen, dass du dich so richtig gespürt hast, dass du verbunden mit (einem) anderen menschen warst?
dass du dankbar warst, weil du dir treu geblieben bist?


ich habe mich in den letzten vier jahren schritt für schritt meinem wahren leben angenähert. ich wusste nie ganz genau, wie dieses wahre leben aussehen sollte. 
ich lernte zu vertrauen. dass genau das geschieht, was für mich wichtig ist. 
und ich lernte, nicht gleich im vorfeld zu bewerten, was gut und was schlecht für mich sein könnte.


weil mein kleines hirn ohnehin nur minimale ausschnitte der gesamten komplexität meines lebens erfassen kann. 
was auch immer mein hirn konstruiert, es kann wohl nicht mehr als ein modell der wirklichkeit sein. ein modell mit ein paar variablen, ein paar konstanten und ein paar szenarien. ein zurecht gezimmertes modell, das sicherheit vermitteln soll. 
weil ich mir - wie du dir vielleicht auch - gewissheit wünschte. gewissheit, dass alles "gut" gehen würde. dass ich keinen schmerz spüren müsste. 
ich wollte die "hölle" aussperren und nur den "himmel" erleben...ohne zu wissen, was die beiden voneinander unterscheidet. ich weiß es heute auch noch nicht. doch ich will es auch nicht mehr wissen. wie so vieles andere auch. 
ich will nicht mehr wissen, wie viele menschen auf den straßen ums leben kommen, wer wen ermordet hat und was welcher politker gesagt oder unterlassen hat, um wie viele punkte der dow jones gestiegen oder gefallen ist.


ich will das leben spüren - meines - und wenn du möchtest, auch deines. möchte jetzt leben. und mich nicht darüber zu informieren, was gestern geschah. mich nicht mit etwas beschäftigen, das längst der vergangenheit angehört und nicht mehr relevant ist.


ich möchte gestalten und gestalt annehmen. 
das leben geschehen lassen, ohne mir gedanken machen zu müssen, ob dies gut oder schlecht für mich ist.


ich möchte spüren, dass ich lebe. damit ich eines tages, wenn ich von hier gehe, sagen kann, dass ich GELEBT habe.





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