Samstag, 7. Juli 2018

MAUERN und ZÄUNE...

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der feind befindet sich in unseren mauern. gegen unseren eigenen luxus, unsere eigene dummheit und unsere eigene kriminalität müssen wir kämpfen.

marcus tullius cicero (106-43 v.chr.)



wenn der wind des wandels weht, bauen die einen schutzmauern, die anderen bauen windmühlen.

chinesisches sprichwort


ich kann mich noch sehr gut erinnern an ein erlebnis vor mehr als 10 jahren. ich war damals in phnom penh, der hauptstadt von kambodscha. kambodscha ist ein sehr, sehr armes land und noch immer hängt über dem land eine düstere wolke des grauens... das land kann seine grauenhafte vergangenheit nicht wirklich abschütteln.
ich ging damals spazieren und kam zufällig in eine sehr feine gegend, wo die wenigen reichen des landes und ausländische diplomaten ihre hochsicherheitshäuser bewohnten.
mit 4 meter hohen mauern samt darauf gesetzten stacheldrachtzäunen.
ich konnte mich eines schmunzelns nicht erwehren, denn diese menschen hatten sich freiwillig ihre eigenen gefängnisse gebaut!
so geschieht es in vielen armen ländern... damit das, was man sich erworben hat, nicht weggenommen wird. wieviel von dem erworbenen auf rechtmäßigem weg erfolgte, kann ich nicht sagen... doch vieles, was wir heute billigst erwerben, haben wir auf basis unserer eigens dafür geschaffenen gesetze angeschafft - sehr oft auf dem rücken der ärmsten dieser welt. gut, menschen, die sich nicht wehren können, kann man gut ausbeuten. das ist keine heldentat.
und nachdem wir die ärmsten dieser welt ihrer rohstoffe beraubt haben (denn interessanterweise sind die länder mit den größten vorkommen an bodenschätzen die ärmsten der welt - das sollte zumindest zum denken anregen...) und diese menschen immer mehr in existenzkrisen treiben - ohne mit der wimper zu zucken, schaffen wir es nun sogar, mauern und zäune zu errichten, damit genau diese menschen in ihrem elend zu hause sterben müssen.
wie abgestumpft und hart muss man geworden sein, damit man so agieren kann?
hat denn niemand dieser "verantwortlichen" personen das herz, sich nur für einen moment in die situation dieser menschen zu versetzen?
doch es gilt die devise: bauen wir eine mauer (besser als zaun, weil da kann man immerhin noch durchschauen), und was dahinter passiert, geht uns echt nichts an.
scheinbar das einzige, worin sich die europäischen staaten einig sind, sind die mauern an den außengrenzen der eu...
doch wie auch immer wir uns bemühen werden, diese menschen auszuschließen...
unsere augen, ohren und unser herz zu verschließen...
eines tages wird jeder einzelne mensch, der bis jetzt nur genommen hat, lernen müssen, zu geben. ob er will oder nicht, da wird er nicht gefragt. davon bin ich total überzeugt.
denn auf unserer erde muss geben und nehmen in balance sein. 
und da helfen leider auch keine mauern und zäune - dieses schicksal wird orban, kurz, kickl, seehofer, trump und wie sie sonst noch alle heißen mögen ereilen... früher oder später.

darum macht es überhaupt keinen sinn, diesen menschen zu zürnen. das schicksal erledigt diese aufgabe.

was extrem sinn macht, ist, menschen in not zu helfen. egal, woher sie kommen, welche sprache sie sprechen, welche hautfarbe sie haben, ob sie in- oder ausländer sind.
wenn jeder und jede von uns EINER person hin und wieder hilft, 
wenn wir bewusster einkaufen und leben,
dann brauchen wir keine mauern und zäune, denn dann gibt es so viel freude, dass unsere herzen sich weit öffnen!


Mittwoch, 4. Juli 2018

was heißt ARBEIT für dich?

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in allen augenblicken, wo wir unser bestes tun, arbeiten wir nicht. arbeit ist nur ein mittel zu diesen augenblicken.

friedrich nietzsche






arbeit ist für viele menschen ein notwendiges übel. es dient zum geld verdienen, zur finanzierung unseres lebensunterhalts. dass wir uns das, was uns freude macht, leisten können... 
wir unterscheiden zwischen arbeit und FREIzeit. die arbeitszeit ist also keine freie zeit...
arbeit ist oft mittel zum zweck.
wenn du das so empfindest, dann frage ich dich: war das von anbeginn so?
hast du dich für einen beruf entschieden? oder haben deine eltern für dich diese aufgabe übernommen?

ich frage das deswegen, weil ich es schon sehr, sehr oft gehört habe, dass eltern sich bemühen, ihren kindern eine gute ausbildung zu ermöglichen, damit sie einen guten job bekommen und gutes geld verdienen und sich dann vieles leisten können...
vieles, das sich genau diese eltern nur erträumen konnten, weil sie eben nicht die möglichkeit hatten, das zu lernen, was sie wollten.

wie auch immer dein ausbildungsweg verlief, ob selbst gewollt oder von deinen eltern... jetzt stellt sich die frage: 
tust du das, was deinen talenten entspricht? 
kannst du dich in deinem tun (in deinem job, deiner arbeit) entfalten?
ist es dir möglich, in deinem job dein bestes zu tun?
wie oft freust dich auf deine arbeit?
wie oft kommst du nach getaner arbeit nach hause und sagst: es war ein guter tag?

ich bin in der glücklichen lage, dass ich all diese fragen mit einem aufrichtigen und freudigen JA beantworten kann!
und das im alter von 56 jahren!

meine entscheidung vor 11 jahren war aus damaliger sicht verrückt, aus heutiger sicht genial!
ich habe 2007 gekündigt - 28 jahre banktätigkeit beendet.
was danach passierte, war zu 100% intuitiv. nicht geplant.
es war wie ein puzzle-spiel, das kurz vor der vollendung steht.
da fügt sich ein teil ins andere - wie von geisterhand geführt...
ich kann es heute noch nicht wirklich fassen...
dass ich jemals mediatorin, coach, kommunikations- und burnout-präventions-trainerin sein werde, war in meinem "plan" absolut gar nicht vorhanden!

heute heißt arbeit für mich, das zu tun, was mich erfüllt. arbeit heißt für mich, zu geben und gleichzeitig zu nehmen. in einem permanenten austausch zu sein. mich am erfolg anderer zu erfreuen... denn es ist dann nicht nur dein erfolg oder mein erfolg... es ist unsere gegenseitige bereicherung!

für mich hat das wort arbeit eine völlig neue bedeutung bekommen!
ich arbeite selbständig. ich bin auf der suche nach menschen, die meine dienste in anspruch nehmen wollen. das ist "ka gmahte wiesn" (keine gemähte wiese!), also, das ist mit engagement verbunden und mit beharrlichkeit und überzeugungskraft...
doch ich weiß, dass es sich lohnt, sich anzustrengen, am ball zu bleiben, beharrlich zu sein...
wann immer es mir gelingt, menschen zu überzeugen, dass meine arbeit einen mehrwert darstellt, macht mein herz einen sprung!
und wenn ich von meinen "kund.innen" höre, dass sie das eine oder andere verändert haben in ihrem leben und dass alle in ihrem umfeld davon profitieren, dann kann ich meine gefühle kaum mit worten beschreiben...

es ist nie zu spät.
wie lange du auch eine tätigkeit verübst, die dich nicht wirklich erfüllt...
beginne JETZT, das zu tun, was DIR und deinen TALENTEN entspricht.
denn dann wirst du viele augenblicke erleben, wo du dein bestes tust (und das ist nicht arbeit... wie nietzsche es so treffend zum ausdruck brachte!)




Sonntag, 24. Juni 2018

FIXSTERN...



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wenn du von einem hohen ziel, von einem außergewöhnlichen projekt inspiriert bist, sprengt dein denken seine fesseln, dein geist überschreitet grenzen, dein bewusstsein dehnt sich in alle richtungen aus, und du findest dich in einer neuen, großartigen, wunderbaren welt wieder. schlummernde kräfte, fähigkeiten und talente werden geweckt, und du entdeckst, dass du ein weit großartigerer mensch bist, als du je zu träumen gewagt hast.
                                    
pantanjali



vera birkenbihl hat in einem ihrer vorträge auf die wichtigkeit eines höheren zieles, eines fixsterns im leben hingewiesen.
wer kein höheres ziel hat, verliert sich im alltäglichen und macht aus mücken elefanten...

was könnte ein höheres ziel sein?
hast du dir darüber schon mal gedanken gemacht?
womöglich hast du schon als kind begonnen, deine vision in die tat umzusetzen...

wann auch immer du beginnst, dein leben nach einem höheren ziel auszurichten, es ist der richtige zeitpunkt!

das sage ich deswegen, weil ich viele, viele jahre mit den alltäglichen kleinigkeiten und auch größeren angelegenheiten so dermaßen beschäftigt war, dass sich mein fixstern nicht bemerkbar machen konnte. meine aufmerksamkeit war auf den boden gerichtet, nicht in den himmel... 

und nun, da ich seit 10 jahren kontinuierlich immer mehr zu meiner ureigenen kraft finde, da fällt mir auf, dass ich meinen blick auch immer mehr in den himmel richte und meinen fixstern bereits entdeckt habe. es war gar nicht so einfach, denn mein stern hat eben erst zu leuchten begonnen, zaghaft und noch ein wenig schwach, aber meine energie, meine leidenschaft und mein tun werden diesen fixstern so richtig zum leuchten bringen, da bin ich mir sicher!

seit ich mich mit den themen empathie und kommunikation beschäftige, bin ich so beseelt... ich habe es an mir selbst erfahren, wie wunderbar es ist, eine sprache des herzens anzuwenden. ich brauche nicht mehr streiten... und mich daher auch nicht für unachtsame worte, die die andere person verletzen, entschuldigen. 
auch wenn ich noch immer in alte denk- und verhaltensmuster tappe, passiert dies viel weniger als in früheren zeiten...

mein fixstern wird immer mehr mit diesen werten erfüllt! und je mehr ich empathie selbst lebe, umso mehr werde ich andere menschen damit infizieren...
ich werde diese menschen einladen, ermutigen und inspirieren (diese 3 wörter habe ich verinnerlicht, sie stammen von herrn prof. gerald hüther, einem wunderbaren menschen!)

wer auch immer beginnt, diese haltung anderen menschen gegenüber einzunehmen, wird die kraft und freude spüren... und es werden neue fixsterne am firmament zu leuchten beginnen...





Freitag, 15. Juni 2018

GELD

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ein geschäft, das nur geld einbringt, ist ein schlechtes geschäft.

henry ford

wenn man kein geld hat, denkt man immer an geld. wenn man geld hat, denkt man nur noch an geld.

jean paul getty


ich habe viele jahre als vermögensverwalterin gearbeitet - meine aufgabe war, das mir anvertraute geld der kunden bestmöglich anzulegen und zu vermehren. eine sehr oft undankbare tätigkeit, denn in zeiten steigender wertpapierkurse war es ja selbstverständlich, dass das depot eine positive performance aufwies und in zeiten fallender börsenkurse hätte das depot keinen wertverlust erleiden dürfen. eine kontinuierliche wundersame vermehrung, das war es, was viele kunden erwarteten. das geld und ich sollten für sie arbeiten!

für viele menschen, die einmal den duft schneller gewinne gerochen haben, bekommt geld eine neue bedeutung. geld ist nun nicht nur ein tauschmittel, sondern es erhält zusätzlich den charakter eines spielkapitals. die mehr und mehr deregulierten kapitalmärkte unterstützen diese tendenzen. war bis in die 80er jahre eine tageskursveränderung von 1% außergewöhnlich und herausragend, so sind tägliche kursbewegungen im 2-stelligen bereich in den letzten 20 jahren zum alltag geworden. 30% kursgewinn an einem tag, das lässt das herz der anleger höher schlagen... das lockt... verglichen mit den jährlichen zinsen für spareinlagen (zumeist unter 1%)...

geld hat eine eigendynamik bekommen und viele wollen das schnelle geld machen. mittlerweile auch schon mit digitalen währungen (bitcoin und co.)
casinos, lotto und sonstige glücksspiele haben konkurrenz bekommen.
das lottospiel für die kleine geldtasche, die wertpapierbörsen für die größeren geldtaschen.

was wird mit diesem geld gemacht? fließt es wieder in die wirtschaft? viele anleger haben bereits eine sucht entwickelt...kaufen, verkaufen, leerverkaufen... anhäufen...

viele menschen sind die diener des geldes geworden ohne es wirklich zu wissen.
sollte eines tages aus irgendwelchen gründen dieses geld keinen wert mehr haben (was in der vergangenheit ja nicht erst einmal vorgekommen ist), was dann?

geld sollte in erster linie das sein, wofür es geschaffen wurde - ein vereinfachtes tauschmittel. 
denken wir darüber nach, welchen stellenwert das geld in unserer westlichen welt bekommen hat...
wenn sich alles dem kapital unterzuordnen hat, dann verschwinden freude, kreativität und leichtigkeit - die diktatur des kapitals ist eine diktatur und mit anderen formen der diktatur durchaus vergleichbar - dies gilt es ebenso zu bedenken...


Dienstag, 5. Juni 2018

SONNE und REGEN

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lass ab, mein herz, von klagen und sehnen - es scheint die sonne durch regen und tränen; 
es ist kein leben davon befreit: 
ein jedes hat seine regenzeit - 
und tage, trüb und traurig.

henry wadsworth longfellow



wir fühlen uns fröhlicher und glücklicher, wenn die sonne scheint!
doch immerwährender sonnenschein lässt den boden vertrocknen und eines tages sind wiesen, felder und wälder verschwunden. was bleibt, ist wüste. ja, auch die wüste lebt - das stimmt. doch wir würden wohl nicht überleben können.

wie schön, wenn das leben unbeschwert verläuft... wenn wir all das, was für andere unerreichbar erscheint, genießen können. doch kaum ist die erste euphorie vorüber, währt die große freude über das eigene glück bereits ein paar tage, zieht ganz langsam, aber stetig, die selbstverständlichkeit ein. und bevor wir uns noch bedankt haben für unser schönes, angenehmes und unbeschwertes leben, beginnen wir dorthin zu schielen, wo es scheinbar noch schöner, noch angenehmer und noch unbeschwerter erscheint. oder wir ahnen bereits, dass das glück uns nicht ewig beschienen ist und fürchten uns bereits prophylaktisch...

wenn es regnet, dann freuen sich normalerweise die landwirte - soferne der regen nicht sehr heftig und lange andauernd ist. alles leben auf dieser erde braucht wasser.
viele menschen in den städten haben den kontakt zur natur verloren. sie gehen ja nicht hinaus aufs feld und beobachten das wachstum der pflanzen. sie kaufen ihr essen im supermarkt oder im restaurant. daher hat der regen für sie auch nicht diese bedeutung. er ist für sie eher lästig. da muss man wasserunempfindliche schuhe anziehen, einen regenschirm mitnehmen... in der stadt ist der regen nicht wirklich notwendig!

auch unser leben hält einige regenphasen bereit. manche dieser phasen können durchaus heftig sein und es mag uns erscheinen, dass sie kein ende nehmen. dann fragen wir uns, wieso gerade wir so ein schweres schicksal haben und andere ein herrliches leben führen. wir finden es zuhöchst ungerecht und zuweilen kommen zweifel auf, ob es denn einen gott überhaupt geben kann. ein guter gott kann doch so eine ungerechtigkeit nicht zulassen! gut, bei anderen schon - die haben es ja wahrscheinlich verdient. 

wenn wir zurückblicken, dann erkennen wir, dass sonne und regen sich abwechseln und dass dies seine berechtigung hat.
ich glaube, dass die regenphasen unsere lerneinheiten beinhalten und die sonnenzeiten dienen dazu, das erlernte umzusetzen und die früchte zu genießen.

so entwickeln wir uns schritt für schritt weiter, bis wir eines tages sagen können:
es war ein gutes und lehrreiches leben mit höhen und tiefen. ich habe gespürt, dass ich lebe und habe mich weiterentwickelt zu einem "stattlichen baum"!


Dienstag, 29. Mai 2018

BALANCE...

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alles regelt sich nach dem gesetz des gegensatzes, das zugleich ein gesetz des ausgleichs ist.

theodor fontane






gegensätze ziehen sich an...

wenn wir das zitat von theodor fontane lesen, dann dämmert doch etwas, oder?
das gesetz des gegensatzes ist zugleich das gesetz des ausgleichs.

ich habe diese botschaft vor einigen jahren endlich verstanden und bin gleich daran gegangen, sie in mein leben umzusetzen. 
ich habe erkannt, dass es wirklich ein geschenk des himmels ist, wenn ich einen mann an meiner seite habe, der in manchen bereichen so völlig anders tickt.

anstatt mich mit ihm zu streiten und zu versuchen, ihn zu überzeugen, dass meine lebensart die richtige ist, habe ich gelernt, meinen partner so zu akzeptieren, wie er ist.
manches fällt mir ganz leicht, manches ist schwerer verdaulich.
und über manches sprechen wir. wir lernen einander besser kennen. denn sobald ich weiß, wieso er über ein thema so völlig anderer meinung ist, kann ich es verstehen. ich muss deswegen nicht seine meinung übernehmen, aber ich kämpfe auch nicht mehr gegen ihn.
in dem moment, in dem wir die andere person annehmen, so wie sie ist, entsteht der ausgleich. denn es passiert das wunderbare... auch die andere person beginnt, mich so zu akzeptieren, wie ich bin.
das wünschen wir uns doch, oder?
ich möchte, dass du mich so nimmst, wie ich bin. 
ich möchte von dir geliebt werden, so wie ich bin - ohne bedingungen.
das wünschen sich schon die kinder.
wie oft werden sie enttäuscht?
wie oft erfahren sie, dass sie nur dann geliebt werden, wenn sie sich so verhalten, wie es sich die eltern erwarten...
wie traurig...
wir lernen, dass liebe immer an bedingungen geknüpft ist.
und so werden wir erwachsen und wundern uns, wieso unsere beziehungen so schnell lieblos werden und schlussendlich zerbrechen.
zuerst fanden wir unseren partner, unsere partnerin attraktiv (eben: weil sich gegensätze anziehen...) und wenig später ist genau das, was zunächst anziehend war, abstoßend.

damit wir in unserem leben, in unseren parterschaften und beziehungen zu menschen generell eine balance erreichen wollen, ist es wichtig, das, was ist, zu akzeptieren.
denn dann wird der gegensatz zum ausgleich und wir finden inneren frieden.

die gegensätze in uns selbst spiegeln sich oft in anderen menschen wider...
daher kannst du jederzeit bei dir selbst beginnen - akzeptiere dich so, wie du bist. und was du ändern kannst, das ändere - an dir selbst.
wenn du es einmal probiert hast, wirst du es nicht mehr missen wollen...

die innere balance ist das höchste gut... und das hast du selbst in der hand!


Donnerstag, 17. Mai 2018

wonnemonat MAI

toskana, mai 2018
copyright©karin luger

mai

morgens den taufeuchten himmel umarmen
und in die feinen blauen wolken greifen
schimmerndes gold an den zimmerwänden festmalen
und für die ewigkeit rahmen
das wachsen und rauschen der blütenblätter belauschen
voll hunger das muntere jauchzen aufbrechender erde
in jede pore einsaugen
und des nachts - die vollkommene leichtigkeit
ja -
frische unsterblichkeit träumen

cosima bellersen quirini




jetzt ist er schon wieder zur hälfte um - der wunderbare und wundersame mai!
wie sehr ersehne ich an kalten, erstarrten winternächten das zwitschern der vögel, das flüstern der blätter und den duft...den duft...der holunderblüten...

er steigt mir in die nase und bilder steigen vor meinem geistigen auge auf!
ich gehe mit meiner mutter in den park - vorbei am blühenden holunderbusch. ein blick. ein lächeln huscht über das gesicht meiner mutter. und ich hüpfe aufgeregt in den wald hinein. ja, heute abend, ja, da wird´s was gutes geben!
wie sehr liebte ich palatschinken...mit den klitzkleinen weißen blüten. und der duft, der sich von der küche durch die ganze wohnung zog!

ich träumte von einem bett aus lauter holunderblüten - mit jedem umdrehen würde eine wolke dieses wundersüßen duftes aufsteigen und sich ganz sanft wie eine decke über mich ausbreiten, würde mich betören und entführen in das land des ewigen frühlings...mit wiesen voller glockenblumen, pechnelken, hahnenfuß und margeriten - gesäumt von holunderbüschen in voller blütenpracht!

wie doch gerüche in unserem gehirn verhaftet bleiben und die damit verbundenen erinnerungen in einer sekunde wachrufen...mit all den damals gelebten gefühlen und sinneseindrücken!
wie schön, wenn es wohlige erinnerungen sind wie meine - hervorgerufen durch den duft der holunderblüten!

welche gerüche verbindest du mit dem wonnemonat mai?
oder sind es eher geräusche?
oder bilder?

wie auch immer... der mai möchte gefeiert werden!
es ist die hoch-zeit der liebe, der frisch entfachten liebe, der zarten blüte des begehrens...

mache diese nächsten tage zu deiner ganz persönlichen wonne!
wie auch immer diese wonne aussehen mag...
nimm die fülle des wachstums der natur hinein in dein leben, damit es eine wonne sei!


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